Klassenreise nach Den Haag
Wo Recht und frieden zu Hause sind
Vier Tage, eine Stadt und jede Menge Eindrücke: Vom 6. bis 9. Oktober 2026 war die Klasse RNT25/11 (Rechtsanwaltsfachangestellte im 2. Ausbildungsjahr) mit Frau Helle in Den Haag. Mit der Bahn ging es von Hamburg aus los. Den Haag gilt als internationale Stadt des Rechts und des Friedens: Hier sitzen die niederländische Regierung und bedeutende internationale Gerichte. Genau darum drehte sich die Reise, dazu gab es Kunst und zum Schluss das Meer. Die Klasse war viel draußen unterwegs, die Stimmung war richtig gut. Nur beim Thema Pünktlichkeit gingen die Meinungen auseinander. Sie wurde, sagen wir mal, sehr unterschiedlich ausgelegt.
Die Stadt auf eigene Faust
Zum Start durften die Schülerinnen Den Haag selbst entdecken, in drei Gruppen und mit einer digitalen, interaktiven Tour. Los ging es an der Tramhaltestelle Kneuterdijk, weiter über Noordeinde, Gevangenpoort, Binnenhof und Mauritshuis bis zur Lange Voorhout. Unterwegs warteten Rätsel, Fotoaufgaben und Punkte. Gleichzeitig spürte man schon hier, was diese Stadt ausmacht: Die Gruppen standen mitten im Regierungsviertel, am Parlamentskomplex Binnenhof und an einem mittelalterlichen Gefängnistor.
Friedenspalast: Streit lösen, ohne zu kämpfen
Im Friedenspalast ging es um die Geschichte und Entwicklung der internationalen Rechtsprechung. Besucherzentrum und Audioguide halfen dabei, das Gebäude und seine Aufgaben zu verstehen. Hier sollen Streitigkeiten zwischen Staaten friedlich geklärt werden. Der Palast steht dafür, dass Konflikte vor Gericht und nicht mit Gewalt gelöst werden können.
Internationaler Strafgerichtshof: Wie bei einem offiziellen Termin
Hier wurde es ernst: Personalausweise zeigen, Gepäck kontrollieren lassen, dann erst ging es hinein. Besucherzentrum und Audioguide erklärten, wie der Strafgerichtshof arbeitet und warum Verbrechen gegen die Menschlichkeit weltweit verfolgt werden müssen. So wurde greifbar, was Recht und Frieden ganz konkret bedeuten.
Oranjehotel: Geschichten, die hängen bleiben
Im Oranjehotel, dem ehemaligen Gefängnis aus der Zeit der Besatzung im Zweiten Weltkrieg, erkundeten die Schülerinnen die Ausstellung. Die persönlichen Geschichten zeigten, was Widerstand und Unfreiheit bedeuten, und warum Frieden und Recht keine Selbstverständlichkeit sind.
Escher-Museum: Wenn der Kopf Purzelbäume schlägt
Das Museum Escher in Het Paleis zeigt das Werk des Grafikers M. C. Escher im ehemaligen Winterpalast von Königin Emma. Die Klasse lernte den Künstler und sein Haus kennen, entdeckte optische Täuschungen und geometrische Muster und probierte vor Ort selbst Illusionen aus.
Zum Schluss: Strand in Scheveningen
Den Abschluss der Reise bildete das Meer. Nach all den Eindrücken blieb Zeit zum Durchatmen, Reden und Wellen schauen.
In vier Tagen erlebten die Schülerinnen, warum Den Haag als Stadt des Rechts und des Friedens gilt. Sie verbanden Politik, Geschichte und Kunst mit Spaß und Gemeinschaft, meist an der frischen Luft und mit guter Laune.






